Hey ihr Lieben,

die ständigen Regenschauer, die wir in letzter Zeit erdulden müssen, haben mich inspiriert zu einer kleinen Geschichte darüber, wie manche Menschen unsere Perspektiven verändern und unsere Horizonte erweitern können.


Ganz plötzlich bricht der Himmel über uns zusammen und es regnet in Strömen. Ohne Vorwarnung, ohne anfängliches Nieseln oder anderen ersichtlichen Grund.Standing in the rainWarum kündigen sich die größten Gewitter immer am wenigsten an?

Ich renne zuerst los. Nehme deine Hand und ziehe dich mit mir, auf der Suche nach einem Unterstand, nach Schutz.

Aber wir sind mitten im Nirgendwo, hier ist nichts.

Du realisierst die hoffnungslose Lage zuerst. Bleibst stehen, hältst mich fest und ziehst mich an dich. Doch in deinem Blick liegt keine Hoffnungslosigkeit, alles was ich sehe, ist ein zurückhaltendes Lächeln, eine Spur von Sehnsucht.

Der Regen durchnässt uns beide. Lässt mein blaues Top an meiner Haut kleben und erzeugt ein betäubendes Rauschen. Doch ich bin nicht betäubt, habe mich schon lange nicht mehr so lebendig gefühlt. Endlich kann ich die Schönheit sehen. Wie Diamanten glitzern die Regentropfen überall; in deinen Haaren, an deinen Wimpern, auf deiner Haut.

Bis jetzt war mir das verborgen, weil Regen für mich immer bedrückend war, Dunkelheit und Kälte bedeutete. Wenn der Himmel weinte, war ich mit ihm traurig.

Aber hier in deinen Armen kann mich die Kälte nicht erreichen. Und ich spüre wie der Regen alles Schlechte wegwischt, mir meine Sorgen und Ängste für einen Moment nimmt.

Leichtigkeit erfasst mich, hat mich seit dem Moment erfasst, als ich aufgehört hab wegzurennen.