Sich lebendig, unbeständig fühlen,
den Kopf am harten Asphalt kühlen
und im Rausch der Massen treiben lassen.
Unversonnen, leicht benommen,
alles wagen, nichts beklagen,
mit glühenden Gesichtern
durch die Nacht in all den Lichtern.

Können wir noch etwas länger bleiben?
Durch die Nächte treiben;
bis der Morgen uns vergisst?
Die Stadt wird uns’re sein,
für heute und für immer.

Den Takt der Nacht in uns’rem Blut,
atmen wir die Freude und die Wut,
kennen jede Ecke, jeden Schritt,
nichts bleibt Zufall, nichts bleibt Glück.
Die Stadt trägt unser Geheimnis,
doch gemein ist,
dass, wenn du nicht allein bist,
niemals etwas gleich ist.

Wir suchen jeden Abend Abendteuer,
finden manchmal Ungeheuer,
die uns kratzen, beißen, an uns Reißen,
die Ängste schaffen
und in unsren schrägen Köpfen Spuren hinterlassen.
Doch nach dem Beben kommt das Streben,
nach nem bessren, schönen Leben.
Und wenn wir dann zwischen all den Wegen
den Richtigen einfach übergehen,
weil wir an Hipster und Idioten kleben,
die nur Unfug predigen,
verlieren wir auch mal den Halt.

Wir sind Idealisten,
verrennen uns in Schubläden und Kisten,
verpennen alle Fristen,
und verwerfen alte Listen.

Doch die Stadt ist unsre,
für heute und für immer.
Und wenn wir uns mal wieder unbeständig fühlen,
sind wir doch lebendig
und können immer noch gemeinsam den Kopf am harten Asphalt kühlen.