Hey ihr Lieben : )

Nach einen kleinen Motivationstief und langem Grübeln, womit man diesen Blog noch erweitern könnte, ist mir aufgefallen, dass es euch von Zeit zu Zeit bestimmt genauso geht. Man sprudelt über von Idee, wird überschwemmt von Inspiration und endet zum Schluss doch in frustrierender Tatenlosigkeit. Nimmt sich so viel vor, ohne es tatsächlich umzusetzen.

Doch wie schafft man es, seine Pläne zu verwirklichen und seine Projekte effektiv umzusetzen? Diese Frage will gemeinsam mit euch in dieser Reihe beantworten, indem ich mit euch zuerst ein paar Strategien und Möglichkeiten vorstelle und sie dann Schritt für Schritt an meinem eigenen Projekt selbst ausprobiere. Learning by doing sozusagen. Das heißt, du wirst immer abwechselnd zuerst etwas zur Theorie lesen können und dann zur Umsetzung meinerseits. Aber zuerst ein bisschen Theorie:

Step 1 – #Projekt finden

Sich ein Projekt auszudenken, fällt mir persönlich sehr leicht. Dabei ist es ganz egal, wie umfangreich oder unrealistisch die Idee ist. Sei es die große Karriere als Instagrammer, die Neugestaltung meines Zimmers oder einfach nur die Geschenkidee, die ich auf Pinterest gefunden hab und unbedingt ausprobieren will. Inspirationsquellen gibt es im WorldWideWeb ja bekanntlich genügend. Dazu kommen natürlich noch die allgemeinen Erwartungen ans Lebens wie gesünder zu kochen, eine Sprache zu lernen oder aber ein Buch zu schreiben. Nicht zuletzt ist es mir aber auch schon in den Sinn gekommen, mich mit der eigenen Firma selbstständig zu machen, eine Weltreise zu planen oder eben genau diese eine Blogreihe zu schreiben, um jemand zu sein, der anderen hilft.

Insgesamt also alles Vorhaben, die mein Leben bereichern sollten. Wie viele ich davon umgesetzt hab, muss ich euch, glaub ich, nicht mehr sagen…

Zumeist kommen mir diese Ideen ganz zufällig zwischendurch in der Bahn, beim Einschlafen oder liegen im Grünen. Und mein Gehirn neigt dazu, sie dann bis in kleinste Detail auszuschmücken. Wie soll das Logo der Firma aussehen, mit der ich mich selbstständig mache? Und welche Dekoartikel passen zu der Wandfarbe, die ich haben will? Gibt es eine Mindestanzahl an Seiten, die ein Roman haben muss? Die Fantasie ist ja bekanntlich grenzenlos. Und dann sitze ich überfordert da, mit zu vielen Ideen im Kopf und weiß nicht, welche ich realisieren willl und soll.

Deshalb ist es sinnvoll sich jedes Projekt unter gewissen Gesichtspunkten etwas genauer anzuschauen, um dann begründet entscheiden zu können. Auf das Wesentliche begrenzt, ergeben sich vier Fragen:

Wie viel Zeit kannst du inverstieren? Um diese Frage zu beantworten, ist es wichtig, dass du dir überlegst, wie viel Zeit dir regelmäßig zur Verfügung steht, also zum Beispiel täglich dreißig Minuten oder zwei Stunden in der Woche. Aber auch über welche Zeitspanne du das Projekt strecken kannst. Willst du in einem Monat schon Resultate sehen oder kannst du doch ein halbes Jahr investieren?

Wie viel Zeit braucht deine Idee? Noch viel wichtiger, ist es richtig abzuschätzen wie viel Zeit dein Projekt in Anspruch nehmen wird. Das ist in diesem Stadion noch eher schwierig, weil du bis jetzt ja nur eine grobe Ahnung von der tatsächlichen Durführung hast. Versuch trotzdem zu entscheiden, wie viel Zeit du einplanen musst anhand von vergleichbaren Projekten oder Erfahrungsberichten von anderen.

Was wird dich auch in Zukunft für dieses Projekt begeistern? Mach dir klar, warum du das Projekt durchführen willst. Sei es, dass du etwas machst, was dir Spaß macht, dich entspannt oder auspowerst. Liegt es daran, dass du dich weiterbilden willst, deine Karriere fördern oder sogar etwas Gutes tun? Hilfst du anderen Menschen damit oder gibt es dir ein gutes Gefühl? Schreib alle motivierende Argumente, die dir zu deinem Projekt einfallen auf und versuche dabei möglichst vielschichtig zu denken. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass du auch während der Durchführung nochmal nachsehen kannst, was dich am Anfang angetrieben hat, um deine Motivation wiederzufinden.

Was wird dich aufhalten? Genauso musst du dir aber auch über die demotivierenden Faktoren klar werden. Was spricht dagegen? Vielleicht weißt du jetzt schon das der Weg lang und steinig wird und du hart für die ersten Erfolge arbeiten musst. Oder du kannst jetzt schon abschätzen, welche Menschen sich dir in den Weg stellen werden.

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Um ein bisschen Übersichtlichkeit in deine Überlegungen zu bekommen, kannst du dir dieses kleine Worksheet herunterladen und für jede Idee ausfüllen. Kreuze einfach an wie viele motivierende und demotivierende Argumente dir einfallen bzw. wie weit gebrauchte und tatsächlich existierende Zeit auseinander liegen. Dabei kannst du einzelnen Argumenten auch eine Wertigkeit von zwei Kreuzen geben, wenn du sie für besonders wichtig hälst oder andere ganz raus lassen, wenn du sie nicht magst. Denn im Endeffekt geht es ein Stück weit auch um dein Bauchgefühl. Um das Projekt zum Schluss wirklich durchzuziehen, musst du zufrieden mit deiner Wahl sein und nichts machen wollen, weil du das Gefühl hast, es machen zu müssen.

Hast du für alle Ideen ein Worksheet ausgefüllt fehlt nur noch der Vergleich. Zuerst solltest du dabei die Projekte aussortieren, bei denen die Differenz zwischen existierender und gebrauchter Zeit am größten sind. Dann betrachtest du die Differenz zwischen motivierenden und demotivierenden Faktoren und solltest du dich für das Projekt entscheiden mit den dem größten Abstand von motivierenden zu demotivierenden.

Damit hast eine relativ einfache und doch effektive Methode, deinen Projekten eine Rangfolge aufzuerlegen. Probier es aus!